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Meine Abschlussarbeit "Visulingua"

Die Zeit um die Abschlussprüfung war stressig.
Im Prinzip stand uns das gesamte siebte Semester zur Verfügung um sich vorzubereiten. Wir hatten keine Kurse. Nicht wirklich zumindest. Jeder bereitete sich auf seine Präsentation vor.
Um die Abschlussarbeiten thematisch bündeln zu können, gab es verschiedene Bereiche zur Auswahl. Ich entschied mich dazu, eine App zu entwickeln.
Ich wollte eine andere Art Sprachlernapp entwickeln. Eine, die ohne Übersetzung funktionierte. Es nervte mich, dass es einige Sprachen genau aus diesem Grund nicht in den gängigsten Apps gab. Weil eine Übersetzung fehlte oder man eine andere Sprache schon sprechen musste, um die dritte lernen zu können (Zum Beispiel brauchte man bei Duolingo sehr gute Englisch-Kenntnisse, um Japanisch lernen zu können). Ich entschied, dass es auch anders gehen musste.
Da die Menschheit sich eh immer weiter dazu zu entwickeln schien, Emojis als Sprache zu definieren, entschied ich mich dazu, diesem Trend zu folgen. Man sollte Sprachen über Emojis und Icons lernen können. Natürlich hatte das seine Grenzen. Aber vielleicht würde dies für die Basis-Level funktionieren.
So wurde „Visulingua“ geboren.

Logo: Sprechblase und Globus kombiniert

Wortmarke: Kombination aus „Visuell“ und Lingua“

Ziel: Jeder soll theoretisch in der Lage sein, alle Sprachen der Welt zu lernen.

Auszug aus der Präsentation:

Der Grundgedanke.
Es gibt ca. 6500 Sprachen auf der Welt und am liebsten würde ich sie alle sprechen und verstehen können. Doch neben den gängigsten Sprachen (Deutsch, Englisch, Französisch und Spanisch) und den Newcomern (Japanisch, Chinesisch, Russisch und Italienisch) werden kaum andere Sprachen in vollem Umfang angeboten. Vor allem Sprachen mit abweichendem Schriftsystem (mit Ausnahme von Japanisch und Chinesisch) oder alte Sprachen (Gälisch, Navajo, Latein) sind so gut wie gar nicht vertreten.
Leider konzentrieren sich die beliebtesten Apps auf einen ›schnellen Lernerfolg‹, den sie dadurch definieren, dass der Lernende sich in seinem nächsten Urlaub sein Essen bestellen kann. Dabei bleibt leider der Umfang der Sprache auf der Strecke und wer wirklich die Not oder die Ambitionen hat, eine Sprache von Grund auf zu lernen, der wird von solchen Apps leider enttäuscht.
Die Idee entwickelte sich aus der Flüchtlingskrise, in der sich tausende Menschen plötzlich in fremden Ländern mit fremden Sprachen wiederfanden. Für arabische Sprachen gibt es kaum Übersetzer und schon gar keine Lernapp, die von Arabisch auf Deutsch oder Schwedisch übersetzt. Meine Idee ist somit, eine App aufzubauen, die ohne Übersetzung funktioniert und somit die Muttersprache des Lernenden beinahe irrelevant werden lässt.

Ziel.
Diese Sprachlernapp wurde mit dem Ziel entwickelt, nach Abschluss vorgeschriebener Lektionen die durch den GER (Gemeinsamer europäischer Referenzrahmen für Sprachen) definierten Sprachlevel A1-B2 erreicht zu haben. In der Definition der einzelnen Sprachlevel wird festgehalten, welchen Wissensstand eine Person besitzen muss. Diese Definition bestimmt die Lerninhalte in der App. Es gibt innerhalb der Level eine empfohlene Reihenfolge, von der aber jederzeit abgewichen werden kann. Festgeschrieben ist nur die Reihenfolge der Sprachlevel an sich (A1->A2->B1->B2).

Aufbau.
Nachdem eine Sprache gewählt wurde, startet man im Level A1. 
In den Übungen wird die Sprache vom Kleinsten an – von den Buchstaben (oder Symbolen) selbst – bis hinaus zum komplexen Satz beigebracht.

Übungen können so oft wiederholt werden, wie nötig. Man kann jederzeit zurück kommen. Der Fortschritt ist logisch aufgebaut, damit man schnell ins Sprechen kommt und schon zu Beginn selber Sätze formen kann.

Die vier Säulen des Lernens sind Hören, Sprechen, Lesen und Schreiben.

Neben den typischen Vokabel- und Gramatikübungen gibt es einen Bereich für Kultur, Musik, Kunst und Film. Angedacht wären Kooperationen mit den gänigen Streaminganbietern über Angebote in den jeweiligen Sprachen (Plus-Modell)

Eine Sprache soll vollumfänglich zu lernen sein, ohne Geld zu bezahlen.